Gottesdienst für Entschlafene

07.03.2021 - Mittersendling

Am 7. März 2021 gestaltete die Jugend von Mittersendling den Entschlafenengottesdienst mit. Als Grundidee diente die Verbundenheit mit den Entschlafenen. Dazu verfassten sie Texte, entwarfen einen Altarschmuck und überlegten sich auch noch eine Aktion für die Gemeindemitglieder.

Am Sonntag vor dem Entschlafenengottesdienst wurden den Gemeindemitgliedern bunte Zettel mitgegeben, auf die sie Personen oder Gruppen aus dem Kreis der Entschlafenen schreiben sollten, an die sie besonders während dieser Woche denken wollten. Die Zettel sollten ohne Namen des Verfassers am nächsten Sonntag mitgebracht werden und wurden dann gefaltet und damit ungelesen mit bunten Klammern an den „Baum der Erinnerung“ im Kircheninnenhof gehängt. Später wurden die Zettel zu einem Regenbogen angeordnet, der die Verbindung des Diesseits mit dem Jenseits symbolisieren sollte.

Der Altarschmuck symbolisierte ebenso die Verbindung zur jenseitigen Welt: Ein Tor aus weißen Rosen und dazwischen fliegenden Friedenstauben.

Während des Gottesdiensts fanden Lesungen der Jugendlichen der von ihnen verfassten Texte zu selbst ausgewählter Musikbegleitung an der Orgel statt bzw. wurden ausgehängt. Die Themen waren: Trost, Erinnerung, Gemeinschaft und Dankbarkeit. Es sind im Folgenden Auszüge zu finden:

Dankbarkeit (Yvonne Gerlacher):

„Wir danken alle Gott, der immer für uns da ist. Wir danken für die Zeit, die wir zusammen verbringen durften mit denen, die jetzt nicht mehr sind. Wir sind uns sicher, dass du gut auf sie aufpasst, bis wir uns wiedersehen.“

Trost (Sarah Gerlacher):

„Manchmal fühlen wir uns gefangen in der Dunkelheit, doch Gott holt uns aus der Einsamkeit, sei es durch eine hilfreiche Hand, ein liebevolles Wort oder tröstliche Klänge der Musik.“

Erinnerung (Daphne Grauer):

„Vergleichbar sind unsere Erinnerungen mit kleinen Booten. Sie ermöglichen uns durch einen ruhigen Wellengang vergangene Momente wieder zu erwerben. So sind sie auch oft das Einzige, was uns von geliebten Personen übrig bleibt.“

Gemeinschaft (Franzi Weinmann):

„Wenn in den Stürmen und Wogen des Lebens sich dann Stille und Ruhe sanft über unser Herz erstrecken, dann können wir eure Nähe spüren und ihr teilt unsere Sorgen, aber auch die Freuden.

Die Jugendlichen haben wieder einmal gezeigt, wie kreativ sie sind, aber auch welchen schönen Glauben sie in sich tragen.

Text/Fotos: RW

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